Kulturkramkiste

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Aus eigener Feder | Persönliches & Nachdenkliches

Großmutters alte Krippe

18. Dezember 2018

“Bald nun ist Weihnachtszeit, fröhliche Zeit….” und deshalb präsentiere ich heute etwas Weihnachtliches zum Lesen.

Vor einigen Jahren habe ich diese Weihnachtsgeschichte für liebe Menschen geschrieben. Vielleicht gefällt dir diese Geschichte auch?
Wie immer findest du meine Geschichte unter der Kategorie Lyrik & Prosa

Wütend stampfte sie durch den Schnee, das verheulte Gesicht im Kragen ihres Mantels verborgen. Es war kalt, doch diese Kälte spürte sie nicht, auch nicht das eisige Gefühl, welches tief aus ihrem Innern emporstieg. Sie versuchte, die Tränen aus ihrem Gesicht zu wischen, doch es folgte wieder eine neue Tränenflut. Die letzte Wärme wich aus ihrem Körper. Ihre Gedanken drehten sich im Kreis.Während die Tränen unaufhaltsam über ihr Gesicht liefen, bewegte sie sich stampfend durch den hohen Schnee, der die Straße bedeckte. Vergeblich nach einem Taschentuch suchend, wühlte sie in ihrer Tasche, stolperte und wäre beinahe gefallen: „Mist, verdammter!“ fluchte sie leise vor sich hin. Mit dem Ärmel ihres Mantels wischte sie sich die Tränen aus dem Gesicht, dann schaute sie sich um. Jetzt erst nahm sie ihre Umgebung wahr. „Wo bin ich denn hier gelandet?“ Sie versuchte, darüber nachzudenken, wo sie eigentlich hinwollte. „Na, sicher nicht in dieses schäbige, alte Viertel.“ Wie war sie nur hierher gekommen? Sie kannte die Gegend doch.Damals, mit Großmutter, war sie hier gewesen, als sie noch ein Kind war, jedes Jahr am Weihnachtstag. Wie lange war das her? Wie lange lebte Großmutter schon nicht mehr? Wie lange hatte sie ihre Erinnerungen an sie verdrängt? Großmutter war schon viele Jahre tot. Seit dem war einiges geschehen, vieles in ihrem Leben war falsch gelaufen. Und zurzeit? Ach, das Beste wäre,sie wäre ebenfalls tot.Klein und gedrungen standen die alten Häuschen beieinander. Dicke Schneehauben drückten die Dächer und schillernde Eiszapfen verzierten die alten Dachrinnen. Der Zauber eines Wintertages breitete sich vor ihr aus, märchenhaft lag die Straße vor ihr. Erst jetzt spürte sie die eisige Kälte und kroch tiefer in ihren Mantel. Weit weg von dem Trubel der Kaufhäuser und des Weihnachtsmarktes betrachtete sie diese stille Straße. Endlich war wieder ein Lächeln auf ihrem Gesicht,während sie weiter schlenderte.Diesmal rutschten ihr wirklich die Füße weg, sie fiel in den Schnee, ihr Fuß schmerzte und Tränen stiegen ihr in die Augen. Kraftlos versuchte sie, sich wieder hochzurappeln. „Kann ich Ihnen helfen?“ die Stimme gehört zu einen alten Mann mit schneeweißem Haar, der sie freundlich anlächelte und ihr die Hand reichte. „Ich glaube, es geht schon.“ antwortete sie, während sie versuchte aufzustehen. Dankend nahm sie die Hand, die sich ihr entgegenstreckte. „Kommen Sie doch mit in meinen Laden, dort können Sie sich ein wenig ausruhen. Möchten Sie vielleicht eine Tasse heißen Tee?“ Dieser freundlichen Einladung konnte sie nicht widerstehen und sie folgte ihm in ein kleines anheimelndes Antiquitätengeschäft…


Du möchtest wissen wie es weitergeht? Dann lies hier: 
Großmutters alte Krippe



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